Vom Kampftag zur Sackgasse
Seit Generationen wurde der 1. Mai in Deutschland von den Gewerkschaften
zum Kampftag umgedeutet. Mit Parolen gegen Selbständige und Unternehmer
sollte ein Gegensatz konstruiert werden, der in der heutigen Zeit längst
keine Grundlage mehr hat. Der fundamentale Irrtum liegt darin, Arbeit als
Quelle des Wohlstands zu verklären.
Wohlstand entsteht nicht durch Arbeit
selbst, sondern ausschließlich durch den Verkauf der Produkte und
Dienstleistungen, die aus Arbeit hervorgehen.
Die Zukunft der Arbeit
In Zeiten von zunehmender KI und Robotik ist fraglich, ob zukünftig menschliche Arbeit überhaupt noch die Mehrheit der Produktion leisten wird. Vordenker wie Elon Musk prognostizieren, dass bis zu siebzig Prozent aller Arbeitsplätze in den kommenden Jahren verschwinden könnten. Damit werden die Zukunftsplanungen einfältiger Regierungen und das verkrustete Denken der Gewerkschaften hinfällig. Selbst wenn nur die Hälfte der seriösen Prognosen eintritt, bleibt vom Mythos der Arbeit kaum etwas übrig.
Unternehmer und Arbeitnehmer im gleichen Boot
Der Kampf gegen Unternehmer ist heute sinnlos. Sie sind längst Getriebene
wie die Arbeitnehmer selbst. Jeder konkurriert auf dem Weltmarkt und muss
Produkte zu einem Preis-Leistungsverhältnis anbieten, das andere übertrifft.
Deutschland hat dabei extrem schlechte Voraussetzungen: hohe Energiepreise,
Rohstoffmangel, überdurchschnittliche Verwaltungskosten und eine Bevölkerung,
die in Ignoranz und fehlender Bildung verharrt.
Symbolisch starrt sie wie
ein Küken auf die Schlange der Zukunft. Vor allem ältere Arbeitnehmer hoffen dabei, dass es noch eine Weile gutgeht, bis sie zuschnappt. Ganz nach der kindllichen Devise: Für mich und meine Rente wird die Zeitspanne "noch reichen".
Resignation und Jugend ohne Perspektive
Immer weniger Menschen gehen zu den Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die heutige Jugend sucht verzweifelt nach Ablenkung, weil sie weiß, dass sie nicht mehr in den guten Zeiten ihrer Eltern leben wird. Die Parolen der Gewerkschaften wirken wie Relikte aus einer vergangenen Epoche.
Die Rhetorik der Sozialisten
Besonders die deutsche SPD spricht selten über Unternehmer oder Arbeitgeber. Ihre
Sorgen werden nicht angesprochen. Stattdessen geht es um die Stärkung des
Sozialstaats und höhere Steuern für jene, die noch etwas haben. Im Krisenjahr
2026 versucht die Gewerkschaft mit radikalen Parolen wie: „Erst unsere Jobs,
dann eure Profite“ den alten Klassenkampf neu zu beleben.
Doch die Wortwahl
verrät den Mangel an ökonomischem Verständnis. "Profit" wird abwertend
gebraucht, als sei er unredlich entstanden. Dabei ist Gewinn die
Voraussetzung für Beschäftigung. Kein Unternehmer stellt Arbeitnehmer ein,
wenn er mit deren Produkten keinen Gewinn erzielen kann.
Ökonomische Realität statt Parolen
Der DGB beklagt den Verlust von zehntausenden Industriearbeitsplätzen im Monat. Doch Unternehmen geben nicht auf, um Mitarbeiter zu ärgern, sondern weil die Kosten in Deutschland höher sind als die erwarteten Erlöse. Niemand gründet oder erhält ein Unternehmen, um möglichst vielen Menschen einen Arbeitsplatz zu schenken. Kapital wird eingesetzt, um Produkte zu verkaufen. Nur wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt brummt der Verkauf, es entsteht Gewinn. Gewerkschaften ignorieren diese Realität und verteufeln Arbeitgeber als Buhmänner.
Der falsche Mythos der Arbeit
Im Aufruf zum 1. Mai heißt es: „Unsere Arbeit schafft den Wohlstand – also müssen unsere Jobs an erster Stelle stehen.“ Doch diese Theorie ist falsch. Ohne Gründer, Unternehmer und Manager mit Ideen entsteht kein Wohlstand. Arbeit allein reicht nicht. Deshalb fordert der DGB eine Politik, die reguliert und eingreift. Doch woher soll das Geld kommen, wenn die Belastungsgrenzen längst erreicht sind?
Schrumpfende Mitgliederzahlen
Die Parole „kämpferisch, solidarisch und entschlossen“ täuscht nicht darüber hinweg, dass die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften seit Jahrzehnten sinken. Von 11,8 Millionen Anfang der 1990er Jahre auf 5,4 Millionen im Jahr 2025. Doch selbst diese Zahl ist geschönt, denn rund 1,5 Millionen Mitglieder sind davon bereits im Ruhestand. Und Roboter treten nicht in Gewerkschaften ein. Die Realität ist unaufhaltsam: Die Gewerkschaften verlieren ihre Basis.
Fazit
Der 1. Mai ist längst kein Kampftag mehr, sondern ein Tag der Selbsttäuschung. Wohlstand entsteht nicht durch Arbeit, sondern durch den erfolgreichen Verkauf von Produkten und Dienstleistungen. In einer Welt, die von KI und Robotik geprägt sein wird, müssen Gewerkschaften und Regierungen endlich begreifen, dass alte Parolen keine Zukunft haben. Und nur wer die ökonomische Realität anerkennt, kann den Menschen eine Perspektive geben.