Was aktuell bewegt: Drei Themen aus Wirtschaft, Finanzmärkten und Gesellschaft im Überblick.
Rewe im Ausstand: Warnstreik erschüttert den deutschen Lebensmitteleinzelhandel
Die Gewerkschaft ver.di hat zu den ersten Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde für den deutschen Einzelhandel aufgerufen. Am 15. und 16. Mai 2026 legten bundesweit Beschäftigte in Supermärkten, Modegeschäften und bei Pharma-Großhändlern die Arbeit nieder, darunter Mitarbeiter von Rewe, Edeka, Kaufland, Metro, Ikea, H&M, Zara und Primark. In Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und Dortmund fanden zudem Streikkundgebungen statt. Die Branche steht unter erheblichem Kostendruck durch steigende Energiepreise und Lieferkettenprobleme, während die Beschäftigten höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen fordern. Ob einzelne Filialen geschlossen bleiben, ist regional unterschiedlich, kurzfristige Lieferengpässe zu Beginn der kommenden Woche sind jedoch nicht ausgeschlossen. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten bleibt dennoch gesichert, Hamsterkäufe sind laut Experten unnötig.
Goldpreis unter Druck: Korrektur nach dem Allzeithoch
Der Goldpreis hat im Januar 2026 ein Allzeithoch bei 5.598 US-Dollar pro Feinunze markiert, befindet sich seither aber in einer ausgeprägten Korrekturphase. Aktuell notiert das Edelmetall bei rund 4.539 Dollar und hat damit das Vorjahreshoch unterschritten. Analysten sehen die nächste wichtige Unterstützung bei etwa 4.500 Dollar, ein nachhaltiger Bruch darunter könnte den 200-Tage-Durchschnitt und damit Ziele im Bereich von 4.000 bis 4.200 Dollar ins Spiel bringen. Dennoch bleibt der langfristige Ausblick bullisch: J.P. Morgan prognostiziert Kurse von 6.000 bis 6.300 Dollar bis Ende 2026, während Goldman Sachs ein Ziel von 5.400 Dollar verfolgt. Treibende Kräfte bleiben die De-Dollarisierung durch Schwellenländer, die anhaltende Zentralbanknachfrage und die wachsende Staatsverschuldung in den USA und Europa.
Tauchdrama auf den Malediven: Fünf Italiener sterben in Unterwasserhöhlen
Bei einem Tauchgang im Vaavu-Atoll auf den Malediven sind fünf erfahrene italienische Taucher ums Leben gekommen. Unter den Opfern befinden sich die renommierte Meeresbiologin Monica Montefalcone und ihre 23-jährige Tochter Giorgia Sommacal, beide von der Universität Genua. Die Gruppe erforschte sogenannte Kandu, natürliche Unterwasserkanäle und Höhlen in etwa 50 bis 60 Metern Tiefe. Experten vermuten, dass die Taucher die Orientierung in dem labyrinthartigen Höhlensystem verloren haben, möglicherweise unterstützt durch aufgewirbelten Schlamm und plötzliche Strömungen. Als weitere Ursachen werden Sauerstoffvergiftung durch hohen Druck sowie schlechte Wetterbedingungen diskutiert. Bei den anschließenden Bergungsarbeiten verunglückte zudem ein maledivischer Rettungstaucher, der seinen Verletzungen erlag. Der Vorfall gilt als schwerster Tauchunfall in der Geschichte der Malediven.