Von unserer Redaktion • Veröffentlicht am 03. Juni 2026

Mit Sicherheit kein "richtiger" Ferrari, aber mit bahnbrechender Technologie. Einer der wohl fortschrittlichsten Sportwagen der Welt


Es war der 25. Mai 2026. Ort des Geschehens: Rom. Die Kulisse historisch, die Erwartungshaltung gigantisch. Ferrari bat zur Enthüllung eines Fahrzeugs, das die Geschichte der legendären Edelschmiede aus Maranello für immer verändern sollte. Der Name des Hoffnungsträgers: Luce – das italienische Wort für Licht.

Doch statt strahlendem Glanz brachte die Präsentation ein mittelschweres Beben an den internationalen Finanz- und Automobilmärkten. Der erste rein elektrische Ferrari ist bei der Fachpresse, der treuen Sammlergemeinde und in den sozialen Netzwerken nicht nur durchgefallen – er wurde regelrecht in der Luft zerrissen.

Entsetzen über das neue Ferrari Luce Design

Der Aktienkurs von Ferrari brach prompt um gut 6 Prozent ein. Doch hinter dem optischen und kommunikativen Debakel verbirgt sich eine weitaus größere, hochbrisante Geschichte. Eine Spur, die direkt in die geheimen Designstudios von Apple nach Cupertino führte. Für Eingeweihte stellte sich sofort die Frage:

Haben wir hier die Reinkarnation des sagenumwobenen, offiziell beerdigten „Apple Car Titan“ vor uns?

Die Topzeitung.com hat sich mit der Beantwortung der Frage und der Veröffentlichung dieses Artikels viel Zeit gelassen. Der Grund lag darin, da wir die Meinungen führender chinesischer Spezialisten für den Elektrofahrzeugbau mit einbeziehen wollten. Diese Analyse führte dabei der HITT (Human Invest Think Tank) durch.

Eine technologische Meisterleistung

Die technische Analyse überraschte. Dieses Fahrzeug ist technlogisch so spektakulär, wenn es denn einmal wirklich fahrbereit funktionieren sollte, dass es sich mit an die Spitze der Elektro Fahrzeugentwicklung setzen wird. Und damit beantworten wir die obige Frage: Es hat kaum etwas mit einem Ferrari zu tun, sondern ist im Prinzip das nun fertiggestelle Apple Car, oder benutzt zumindest die Haupt-Komponenten daraus.

Hierzu muss man wissen, warum das Apple Car nach 10 jähriger Entwicklung und Milliardeneinsatz gescheitert ist. Der eine Grund war, dass die angekündigte Selbstfahrfunktion während der Laufzeit des Projekts noch nicht ausgereift war. Der andere, noch wichtigere Grund, waren jedoch die immensen Probleme bei der Ansteuerung der 4 unbhängigen E-Motoren bei höheren Geschwindigkeiten.

Auch heute ermöglicht nur diese Technologie die geplante Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 km/h mit einem extrem flachen Boden im Lounge Design. Diese Motoren haben jedoch absolut nichts mit den sonst üblichen Radnaben-Motoren zu tun. Die dafür nötigen elektronischen Komponenten (Inverter / Chips) zu deren Ansteuerung, bzw. die mobile KI zur eigentlichen Kontrolle, stand Ende 2024 jedoch noch nicht zur Verfügung. Diese Punkte scheinen aber nun im neuen "Ferrari" gelöst zu sein. Dazu später detailiert mehr.

Die Rückseite des Ferrari Luce


Der Design-Schock: Selbst das Ferrari Marketing ist nicht überzeugt!

Wer bei einem Ferrari an aggressive, flache Silhouetten, maskuline Muskelbepankung und das unverkennbare Brüllen eines V8- oder V12-Motors denkt, reibt sich beim Anblick des Luce fassungslos die Augen. Das Fahrzeug bricht radikal mit jeder Tradition der Marke. Was für uns absolut verständlich ist, denn es ist im Prinzip kein Ferrari.

Doch bitte nicht vorschnell urteilen. Machen Sie sich selbst ein Bild von diesem Fahrzeug. Im hervorragenden Video der Autozeitung wird dieses mit allen technischen Daten eingehend vorgestellt. Was noch nicht ausführlich erklärt wird, ist die banhbrechende Antriebstechnologie, da deren Überlegenheit erst beim Fahren spürbar wird. In unserem Teil 2 gehen wir auf diese näher ein.



Der Luce ist ein über fünf Meter langer, extrem kurviger Fünfsitzer – der erste Fünfsitzer in der gesamten Markengeschichte. Die Form gleicht einer fließenden, fast anonymen Kapsel. Eine gigantische Glaskuppel (Glasshouse) zieht sich nahtlos von der Front über die Fahrgäste hinweg. Dies ist im Prinzip der Orginalentwurf des Apple Car. Nur sollte bei diesem das Ganze noch als riesiges Head Up Display und als 3d Kino dienen.

In den sozialen Medien ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten: Vom „Honda-Konzept aus den frühen 2000ern“ bis hin zum spöttischen Begriff „550.000-Euro-Zäpfchen“ reichten die dümmlichen Kommentare. Und diese sind besonders unqualifiziert wenn man dessen Technik betrachtet. Er ist nämlich wirklich jeden Cent seines Verkaufspreises wert. Dazu mehr im 2. Teil, wenn wir dessen Technik unter die Lupe nehmen.

„Bitte kauft dieses Auto nicht.“

– Enrico Galliera, Ferrari-Marketingchef, an die traditionellen Sammler

Kaschiert das Äussere das Innere?

Man wolle, so die offizielle Argumentation von Ferrari-Chef Benedetto Vigna, bewusst polarisieren und eine völlig neue, internetaffine Tech-Elite als Käuferschicht erobern. Bei altbackenden Petrol-Heads warf das Design jedoch fundamentale Fragen auf. So ging das "Spektakuläre" dieses Fahrzeugs regelrecht unter. Und das ist bis heute so geblieben.

Man fragt sich nun, warum wollte Ferrari nicht selbst darauf stärker hinweisen? Die Antwort mag verblüffen: "Gut das über das Äussere diskutiert wird, dass für viele bei einem Ferrari eventuell fremdartig wirkt. Doch dies wird wohl noch übertroffen werden, wenn potenielle Käufer erst begreifen was sich unter der Haube verbirgt. Und das hat nichts mit PS und Geschwindigkeit zu tun".

Wer sich schon vorab über die spektakuläre Technik informieren möchte, findet alle Informationen im Teil  2.

Die Apple-Connection: Jony Ives Handschrift

Die Antwort auf die Design-Frage ist jeoch kein Geheimnis, wohl aber der Schlüssel zu einer faszinierenden Geschichte in der Automobilbranche. Der Ferrari Luce entstand in einer fünfjährigen, engen Zusammenarbeit mit der Kreativagentur LoveFrom.

Die Köpfe dahinter: Sir Jony Ive, der legendäre ehemalige Chefdesigner von Apple, und sein Partner Marc Newson. Ive ist der Mann, der die Formsprache des iPhones, des iPads und des iMacs definierte. Er gilt als Hohepriester des kalifornischen Minimalismus.

Reduktion der Linien, extrem glatte Oberflächen, Verzicht auf unnötigen Zierrat – genau diese DNA schreit dem Betrachter beim Ferrari Luce aus jeder Aluminiumpore entgegen.

Das Innere des Ferrari Luce

Das Interieur treibt diesen Tech-Fokus auf die Spitze: Zusammen mit Samsung wurde ein futuristisches, zweilagiges OLED-Display entwickelt, durch das sich wie von Geisterhand echte, mechanische Zeiger bewegen.

Project Titan: Wurden hier für den Luce die Apple-Car-Pläne recycelt?

Zehn Jahre lang arbeitete Apple unter dem Codenamen Project Titan an einem eigenen, revolutionären Elektroauto. Milliarden von Dollar wurden investiert. Im Frühjahr 2024 zog der Tech-Riese aus Cupertino schließlich offiziell den Stecker – das Projekt wurde eingestellt. Die dafür nötige Technologie war einfach noch nicht so weit.

Ein Entwurf des legendären Apple Car aus dem Jahr 2023

Wer jedoch die Leaks aus der Entwicklungsphase des Apple Cars kennt, dem kommt das Konzept des Ferrari Luce unheimlich bekannt vor. Die Vision von Jony Ive und seinem Team war stets ein autonom fahrender, hochgradig minimalistischer „Space-Van“, der von einem länglichen Glasdach abgedeckt wurde. Eine fliesende Lounge-Kapsel.

Die Parallelen im Zeitstrahl: Jony Ive saß bei Apple jahrelang am Zeichentisch für das Project Titan. Als er Apple verließ und mit LoveFrom kurz darauf bei Ferrari anheuerte (um 2021), nahm er seine ästhetische Vision zweifellos mit. Als Apple sein Auto-Projekt 2024 endgültig beerdigte, fand Ives Vision eines ultracleanen Elektrofahrzeugs mit einer bahnbrechenden Technologie in Maranello eine unerwartete Zuflucht.

Da das geistige Eigentum der Original-Skizzen rechtlich bei Apple liegt, wird Ferrari verständlicherweise niemals bestätigen, alte Apple-Pläne verwendet zu haben. Doch die nahezu völlige Übereinstimmungen sind für Experten unübersehbar. Der Luce wirkt wie das Apple Car mit dem aufgeklebten Ferrari Logo "Cavallino Rampante".

550.000 Euro für ein unfertiges Experiment?

Neben dem Design sorgt vor allem die technische und preisliche Realität für harsche Kritik. Der Grundpreis des Luce liegt bei astronomischen 550.000 Euro – vor Optionen.

Der Innenraum des Ferrari Luce

Für diesen Preis erwarten Kunden Perfektion. Doch Journalisten, die bei der Vorstellung in Rom vor Ort waren, berichteten von Software-Ausfällen und System-Hängern noch während der Präsentation.

Doch laut chinesischen Experten wären das wohl "Kindrkrankheiten". Es komt nicht auf das "Blinki-Blinki" an, sondern ob das Fahrzeug wirklich mit dieser spektakulären Technik wie angeükndigt auf den Markt kommt. Auch am göttlichen Beistand sollte es deshalb wohl nicht mangeln.

Der Innenraum des Ferrari Luce

Eine Technologie bestehend aus Elektronik, Software und KI, an der selbst Apple letztendlich scheiterte. Sollte das Fahrzeug deshalb seine angekündigten Leistungen in Bezug auf den Antrieb erfüllen, also auch bei 300 km/h tadellos funktionieren, so hätte man diese Hochtechnologie bisher nie günstiger bekommen. Der neue Ferrari wäre dann jeden Cent wert.

Für alle Technik-Interssierten, geht es hier weiter im 2. Teil



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